KID_6_LaL
Email025

Stand: 25.2.2015

Krisenintervention

Kreisverband Landsberg am Lech

Trauernde Kinder begleiten

Da der Tod für Erwachsene schon schwer zu begreifen ist, wie geht es dann den Kinder. In der Trauer werden sie oft »übersehen«. Die Angehörigen sind mit ihrem eigenen Schmerz beschäftigt. Aber auch die Hilflosigkeit gegenüber Kindern, »wie soll ich es denn nur sagen«, spielt eine Rolle.

Für Kinder ist es sehr wichtig keine blumige Sprache zu verwenden. Sagen sie der Opa ist tot, nicht Opa ist eingeschlafen. Es kann sonst passieren, dass das Kind in Zukunft Angst vor dem Schlafen hat. Auch religiöse Aussagen wie »Opa ist jetzt beim lieben Gott im Himmel«, können kleine Kinder falsch verstehen, da ihr abstraktes Denken noch nicht richtig entwickelt ist.

Kinder stellen Fragen spontan. Hier sind direkte nicht beschönigende Antworten wichtig. Wahre Geschichten aus dem eigenen Erleben können für Kinder hilfreich sein. Es gibt viele Möglichkeiten Kindern den Tod an verstorbenen Tieren oder Welken Blumen zu erklären.

Auch sehr kleine Kinder merken, wenn etwas nicht stimmt. Ein fast dreijähriger Junge verlor seine Mutter durch Suizid, als er zwei Jahre alt war. Die Verwandschaft erklärt ihm nicht, dass die Mama nicht wieder kommt. Es wurde einfach nicht mehr über sie gesprochen. Er entwickelte schwere Schlafstörungen. Jede Nacht brüllte er das ganze Haus zusammen. Erst durch eine Therapie und den offenen Umgang mit dem Tod der Mutter konnte er den Verlust verarbeiten.

Holen Sie sich Hilfe. Vielleicht gibt es eine Tante oder eine andere Vertrauensperson, die mit dem Kind reden kann. Scheuen Sie nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Kinder brauchen zum Abschied nehmen:

  • Viel Wärme und Liebe
  • Viel Körperkontakt und Zärtlichkeit
  • Informationen in kleinen Portionen. Sie sollen immer wieder fragen dürfen.
  • Verlässliche Menschen, die nichts verharmlosen und beschönigen.
  • Die Kontinuität und Normalität. Ich kann mich auf das Leben verlassen.
  • Möglichkeiten mit Gleichaltrigen über den Verlust zu sprechen. Evt. Trauergruppe.
  • Immer wieder die Zusicherung, dass sie nicht Schuld sind.
  • Viele Möglichkeiten zum Spielen.

Wie Kinder den Tod verstehen:

2-3 jährige
verbinden mit den Begriffen »Sterben« und »Tod« noch keine Vorstellung. Aber auch sie nehmen Erschütterungen wahr.

3-4 jährige
verstehen Sterben als ein Ereignis, das Trennungsängste auslöst, verstehen den Tod als einen Schlafzustand, als eine Abwesenheit

5-6 jährige
haben noch eine sehr unklare Vorstellung, sie verbinden die Worte Sterben und Tod mit dem Zustand von Bewegungslosigkeit

6-7 jährige
fassen Sterben und Tod häufig als Bestrafung auf, deutlich ist ihnen die Vorstellung vom Begraben werden

8-9 jährige
beginnen bei dem für sie noch unannehmbaren Gedanken an Sterben und Tod an eine Unsterblichkeit des Menschen zu glauben

9-10 jährige
sehen Sterben und Tod sachlich-nüchtern als ein Ereignis, das jeden auch sie selbst irgendwann treffen kann, sie stellen Fragen und wissen, dass der Tod nicht umkehrbar ist

Typische Reaktionen:

  • Ess- und Schlafstörungen
  • Unruhe und vermehrtes Weinen
  • Wut, Angst, Suchen und Warten
  • Verlust- und Trennungsängste
  • Häufig körperliche Symptome als Begleiterscheinung
P0303920
[Home] [Was wir tun] [Wer wir sind] [Warum KID] [Fotos] [Themen] [Tod] [Plötzlicher Kindstod] [Suizid] [Trauer] [Trauerrituale] [Trauma] [Kinder] [Presse] [News] [Links] [Info/Download] [Impressum] [Spenden] [KID-Intern] [Anmeldung] [Abmelden] [Benutzerdaten] [Kennwort-Neu] [Administrator] [Intern]
BRK
Round_kurz_grau

BRK Kreisverband Landsberg
Max- Friesenegger- Straße 45
86899 Landsberg am Lech
Telefon 08191/9188-0
Mehr ...

Round_kurz_grau

Sabine Hochrieser
Teamleiterin für das Kriseninterventionsteam
des BRK Landsberg

Franz Xaver Bauer
Feuerwehrseelsorge

Logo_NFS_2neu

Zusammenarbeit
mit der ökumenischen Notfallseelsorge

Phillip Hartmann
Systemleiter der ökumen. Notfallseelsorge für den Landkreis Landsberg

Round_kurz_grau
Hiorg

Unser Team  kann Tag und Nacht von allen Rettungskräften sowie von der Polizei alarmiert werden.